>>GLAUKOM Definition: Das Wortbild lautet: „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“. Das bedeutet: Lichtverstärkung durch angeregte Emission von Strahlung. Wirkungsprinzip: Der LASER-Strahl beruht auf einer hochgradigen Bündelung und Verstärkung bestimmter Anteile oder Wellenbereich des Lichts. Genauer: Das LASER-Strahl-Gerät erzeugt sehr intensive, äußerst stark gerichtete (gleichphasige) Lichtstrahlen. Dabei wirken Glaskristalle (z.B. Rubin) oder Gase als Medium, innerhalb denen das Licht durch die ständige Reflektion hin und her läuft und daher eine hohe Energie erreicht. Man könnte sagen, es findet eine induzierte Verstärkung statt. Beim Austritt aus dem Gerät ist das Licht dann derart stark gebündelt, daß seine Strahlung parallel verläuft, so daß durch seine entsprechend kleine „Austrittsöffnung“ ein nadeldünner Strahl entsteht, der seine Form beibehält und nicht wie beim gewöhnlichen Licht auseinanderläuft. Durch diese Bündelung ist eine gerichtete Übertragung von Energiestrahlung und deren punktueller Einsatz möglich. Einfacher ausgedrückt: Ein schmaler Wellenbereich des Lichtes wir durch Verstärkung im LASER-Medium geordnet und ausgerichtet. Es handelt sich um einen Spektralanteil des Lichtes, der in dieser Reinheit in der Natur nicht vorkommt. Wichtig für die gebündelte Emission dieses verstärkten Lichtstrahls ist die gleiche Wellenlänge, also die absolut gleiche Schwingungszahl der Teilchen. Hierdurch entsteht ein Ordnungsgrad des Lichtes, der bestimmte Wirkqualitäten erwarten läßt. Anwendung: Die Anwendung des LASERS hat die Fächerung der therapeutischen Möglichkeiten in der modernen Netzhaut- und Glaukom-Therapie bedeutend vergrößert. Viele LASER- Verfahren sind ausgereift, bewährt und abwägbar im Risiko-Nutzen-Profil. Die LASER- Trabekuloplastik in der Glaukom- Chirurgie sowie die Netzhaut- Operation mittels LASER haben ihren festen Platz in der Glaukom- und Netzhaut- Chirurgie gefunden. Die Indikation, das Abwägen der Kontraindikation, das Beurteilen der Technik und ihre Details sowie die sinnvollen und erfolgreichen Gegenmaßnahmen bei Komplikationen gehören in die Hand des erfahrenen und routinierten Augen- Chirurgen. Trotz aller Begeisterung des Operateurs für diese Technik und das Machbare, darf es nicht zum unkritischen Einsatz des LASERS kommen. Hier ist er stets der Hippokratischen Maxime verpflichtet: „Zwei Ziele sind bei der Behandlung von Krankheiten zu verfolgen: Zu helfen oder doch wenigstens nicht zu schaden“ Historie des Einsetzes des Lasers in der Augenchirurgie: Anfang des Jahres 1973 gab es in Europa und in Deutschland nur wenige ARGON-LASER. Im Herbst des gleichen Jahres stellten die Univ. Augenklinik Mannheim und die Augenklinik der Bundesknappschaft in Sulzbach / Saar je einen ARGON-LASER in ihren Netzhaut- Abteilungen auf. Die Augen- Chirurgen von damals waren die ersten Ärzte, die einen Laser zu Operationen einsetzen. Nach und nachfolgten weitere Augenkliniken, Belegabteilungen und Augenpraxen. Eingesetzt werden im Augenbereich u.a. Augen, YAG-, Rubin, Dioden- Laser usw. .
|