Glossar A


 ADS                                                                                                                                                                                
Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom
Glossar

 ALLERGIE                                                                                                                                                                         
 Definition: Angeborene oder erworbene Änderung im Reaktionsverhalten des Immunsystems gegenüber körperfremden Allergenen. Verlauf: zuerst stumme Sensibilisationsphase, dann ca. 5 Tage bis mehrere Jahre bei erneutem Kontakt: Auge, Schleimhäute (z.B. Lider, Augapfel), Nasen, Rachen, Bronchien, Magen, Darm-Trakt usw. werden beeinträchtigt. Therapie/ Prävention: Desensibilisierung. Hier berät Sie individuell Ihr Augenarzt in Kooperation mit dem Allergologen.
Glossar

 ALTERSSICHTIGKEIT                                                                                                                                                                                                
Presbyopie- verringertes Sehvermögen im Leseabstand  Ursache: Linsen im fortschreitenden Lebensalter werden unelastisch (beginnend ab Alter Ende 30, Anfang 40). Folgen: Naheinstellungsvermögen läßt nach bei zunehmenden Alter. (Physiologisch). Vorbeugen: nicht möglich Therapie: Brillenkorrektur (sog. Nahbrille, bzw. Lesebrille) nach altersentsprechenden Kriterien. Hier berät Sie über die physiologischen und medizinischen Belange individuell Ihr Augenarzt. Apotheker Hat seinem Platz im Netzwerk des Augenarztes. Von seinem Wissen und Engagement hängt häufig die schnelle Versorgung mit Medikamente ab. Siehe SELBSTHERAPIE Der Augenoptiker ist meistens bei der optimalen Korrektur ebenfalls behilflich: seine Aufgabe ist das Herstellen der Gläser sowie den guten Sitz der Montur zu gewährleisten. Glossar 
 
 APOTHEKER                                                                                                                                                                                                              
Hat seinen wichtigen Platz im Netzwerk des Augenarztes. Von seinem Wissen, seiner Erfahrung und Engagement hängt häufig die schnelle effiziente Versorgung mit verordneten Medikamenten ab. 

 AMBULANTES OPERIEREN                                                                                                                                                                                    
 In entsprechend speziell ausgestatteten Operations-Räumen ambulant in Praxen oder in Kliniken mit/ohne stationären notwendigen Aufenthalt.
Hierüber informiert und berät Sie Ihr in der Augen-Chirurgie tätiger und erfahrener Augenarzt. 

 AMBYLOPIE –SCHWACHSICHTIGKEIT- SEHSCHWÄCHE
INFOLGE EINER ENTWICKLUNGSSTÖRUNG DES SEHVERMÖGENS, OBWOHL DIE ANATOMISCHEN UND PSYCHOLOGISCHEN VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE NORMALE ENTWICKLUNG GEGEBEN SIND.
Merke: Therapie (Rééducation des Yeux / Sehschule) bei Kindern bis ca. zum 12. Lebensjahr möglich! Hierüber lassen Sie sich durch Ihren Augenarzt beraten. Je früher der Einstieg in die aktive Behandlung erfolgt, umso größer ist der Heilerfolg.
Siehe auch STRABISMUS 

 ANGST BEIM AUGENKRANKEN:                                                                                                                                                                             
Siehe unter: ERBLINDUNG; PSYCHOSOMATIK und AUGE; ASTHENOPIE; GRAUER STAR; GLAUKOM; NETZHAUTSCHÄDEN; PSYCHOSOMATIK und AUGE; z.B. DIABETES MELLITUS; RETINITIS PIGMENTOSA, AMD etc. 

 ARBEITSPLATZ                                                                                                                                                                                                        
Sitzhaltung in der Schule und im Büro Bei intensiver Lerntätigkeit und Büroarbeit können einfache Maßnahmen getroffen werden, um eine möglichst augenfreundliche Lebensqualität zu schaffen. Optimal für Schüler und Büroarbeiter sind leicht angeschrägte Tischplatten mit einer Schräglage von 40-45 Grad und Stühle mit geraden Lehnen, (ähnlich der alten historischen Schulbänke). 
Siehe auch STRABISMUS
Negativ: Die Sitzhaltung an den „modernen″ Schulbänken bzw. Bürotischen führt über Stellreflexe der Augenmuskeln durch den gebeugten Rücken zum sekundären Schielen und somit zur Astheopie. Siehe auch ADS

Bildschirmarbeitsplatz: Ein voller Arbeitstag am Computer führt häufig zu Schulter - und Rückenproblemen und durch Stellreflexe der Augenmuskeln zum Schielen und / oder asthenopischen Beschwerden. Diese sind vermeidbar durch: 

  • Sehabstand von 50 bis 60 Zentimeter (ideal) zum Bildschirm. 
  • oberste Zeichenzeile unterhalb der Augenhöhe.
  • blendfreier Bildschirm: optimal, wenn er parallel zum Fenster steht; keine Reflexe im Bildschirm. 
  • Sitzposition: Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarm sollen rechtwinklig gehalten werden. (aufrechte Sitzhaltung) 
  • PC-Arbeitshöhe: Nach Körpergröße des Benutzers höhenverstellbar. 
  • Der Bürostuhl: Sitzfläche höhenverstellbar; ideal: Neigungsverstellbar, Lendenwirbel-Stütze 
  • Bildschirm: Flimmerfreier Flachbildschirm ist zur Zeit die Norm. 
  • Eine Bildschirmbrille? : Fast immer reicht die eigene „alltagstaugliche″ Brille oder Kontaktlinse. Ab 50.+Lebensjahren genügt eine Nah-Brille bzw. Lesebrille auf PC-Distanz und Lese-Distanz. 
  • PC- Tastatur in Tischhöhe                                                         >>Link zu BILDSCHIRMARBEIT 


 ASTHENOPIE ASTHENOPISCHER FORMENKREIS                                                                                                                                             
Darunter versteht der Augenarzt Klagen und Beschwerden seiner kleinen und großen Patienten über körperliche und seelische Leiden, deren Ursachen nicht in einer Erkrankung der Augen, sondern in Wechselwirkungen zwischen der Umwelt und dem Organ Auge zu suchen sind.
Symptome: 

• Druck- und Spannungsgefühl im Augenbereich. 
• Brennen und „Beißen“ der Augenlider und der Binde- bzw. Schleimhäute. 
• deutliches verschwommenes Sehen beim Lesen und Schreiben. 
• deutliche Ermüdung bei allen Seh- und Schreibarbeiten. 
• Augentränen und "Sehen wie durch einem Schleier" usw. 
• Schwindelgefühl. 
• unklare Kopfschmerzen von unterschiedlicher Stärke und Dauer. 
• Blendungsgefühle usw. 

Ursachen: 

• nicht korrigierte Sehfehler (Lesen ohne Brille) bei Hyperopie, Myopie, Astigmatismus einseitig oder beidseitig. 
• Sehfehler, wie die Weitsichtigkeit und geringe Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) werden erst in mittleren Lebensjahren entdeckt. Myopie und starker Astigmatismus schon relativ früh im jugendlichen Alter. 
• zu alte Korrekturen der Sehfehler, wenn Brillen evtl. älter als ein Jahr sind. 
• Alterssichtigkeit. Gar keine oder nicht mehr aktuelle Korrektur für die Nähe. 
• nicht mehr richtig angepaßte Brillen (Sitz der Brille), zu alte Brillen … 
• häufiges Weglassen der Brille. • falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz: ungünstige Mischung von Kunstlicht und Tageslicht (Deckenlampen, Fensterplatz). 

sehr häufig: 
Verdeckte Störungen des beidäugigen d.h. binokularen Sehens (Heterophorie). ca. 70 % aller Menschen leiden unter diesen Heterophorien. Diese treten auf bei: -seelischer Belastung (Sehstörungen) = Psychosomatik. -körperlicher Ermüdung (Ermüdungs-Schielen). -bei unerkannten oder beginnenden Infektionen der Augen.
Es bedarf großer Sorgfalt und Erfahrung, diese Störungen des Binokularsehens (Heterophorien) als Ursachen der asthenopischen Beschwerden zu entdecken und richtig zu deuten, zu beurteilen und zu therapieren. Blendempfindlichkeiten steigern die asthenopischen Beschwerden. 
Ursachen: 
-Trübungen des Auges z.B. Hornhaut, Augenlinse (Katarakt)… 
-unzureichende Beleuchtung am Arbeitsplatz oder zu Hause (z.B. beim Fernsehen)
-Bildschirmarbeit.


 ASTIGMATISMUS =STABSICHTIGKEIT BZW. BRENNPUNKTLOSIGKEIT                                                                                            
THERAPIE: ZYLINDERGLÄSER: HIER BERÄT SIE IHR AUGENARZT. 

 AUGENOPTIKER-AUGENOPTIKERMEISTER                                                                                                                                                         
Die bewährte Zusammenarbeit des Augenarztes mit dem erfahrenen Augenoptiker-Meister, dem u.a. der richtige Sitz von Monturen und die Herstellung und das Zentrieren der Gläser zur Korrektur der verschiedenen Sehfehler obliegt, ist von fundamentaler Bedeutung für das subjektive Wohlbefinden des Patienten im Alltag (Beruf, Sport, Freizeit). Das gilt auch für das Anpassen von Kontaktlinsen.
Hinweis: In Luxemburg passen ausschließlich speziell aus- und fortgebildete Augenoptiker die Kontaktlinsen an. In Deutschland passen speziell aus- und weitergebildete Augenärzte und speziell aus- und fortgebildete Augenoptiker die Kontaktlinsen an. In Deutschland wird das Anpassen und die Auswahl von Kontaktlinsen durch die Berufsweiterbildungs-Ordnung für Augen-Ärzte verlangt und diese Kenntnisse müssen in der Facharztprüfung nachgewiesen werden.
Medizinisch indizierte Kontaktlinsen werden von den Krankenkassen in unterschiedlicher Höhe vergütet 
(Voraussetzung: ein ärztliches Rezept mit Begründung). 


 AUTOFAHREN UND RAUCHEN -AUTOGASE-                                                                                                                                                    
Der Autofahrer sollte wissen, daß bei einem Gelegenheitsraucher der Blutdruck sinkt, der Fahrer dadurch müde und unaufmerksam wird; das Sehvermögen und die Reaktionszeit nehmen ab. Bei chronischen Rauchern, die es auf ein Quantum von 20 und mehr Zigaretten am Tag bringen, sind die Blutgefäße bereits statistisch nachweisbar geschädigt, der Puls wird beschleunigt, der Blutdruck erhöht, der Streß des Autofahrers gesteigert und somit können Voraussetzungen für Seheinbußen und Glaukomanfälle geschaffen werden.
Autogase: Noch gefährlicher als das Nikotin ist für den Autofahrer das geruchslose Kohlenmonoxyd CO: Herz und Gehirn erhalten nicht mehr genügend Sauerstoff.
Folge des CO - Einatmens: Beeinträchtigung der Lebensqualität durch plötzlichen Abfall der Leistungsfähigkeit nach anfänglicher gehobener Stimmungslage, die Konzentration läßt nach. Rauchen im Stau programmiert die CO-Vergiftung mit Folgen: Sehverschlechterung, Halluzinationen, Augenkoordinationsstörungen, Augentränen, Kopfschmerzen, Übelkeit mit Ermüdung und evtl. Abgleiten in eine Bewußtlosigkeit.
Diese Beschwerden können auch den Passivraucher treffen, der den Qualm der rauchenden Fahrzeugbesatzung einatmen muß. Vorsicht: ein offenes Fenster oder ein „Frischluftgebläse“ erhöhen die CO-Konzentration. Nur eine echte Klimaanlage soll man zuschalten. 

Denken Sie an Ihre Kinder!!! Deren Gesundheit ist durch das Passivrauchen sehr gefährdet!! 
Merke: Rauchen im Auto verschlechtert erheblich das Seh- und Wahrnehmungsvermögen: ein Sekunden-Schlaf kann die Folge sein!