Eklampsie Siehe auch Schwangerschaft und Auge Definition: schwangerschaftsbedingter hoher Blutdruck Symptome: -blitzartig auftretende Krampfanfälle -rasende "Kopfschmerz-Attacken" (meist frontal) -Augenbeteiligung: Flimmern vor dem Auge, Doppel- und Neblig sehen, Herabgesetzte Sehschärfe (häufig von kürzer Dauer). -typische Veränderungen in der Netzhaut: Ø Gefäßverengung; Ø Stase (Blutstau, d.h. Blutzirkulation ist verlangsamt), Ø Ödeme der Netzhaut. Vorkommen: -häufiger bei Mehrlingsschwangerschaften als bei Erstlingsschwangerschaften Maßnahme: sofort bei Auftreten der Symptome dem Augenarzt vorstellen. Die Diagnose der Eklampsie wird durch Hausarzt oder Gynäkologen (Geburtshelfer) und Internisten wird durch den Augenbefund untermauert: Vorstellung beim Augenarzt! Therapie: Hier berät Sie der Augenarzt, der Gynäkologe/ Geburtshelfer, der Hausarzt sowie der Internist.
Erkrankungen der Liddrüsen Definition: Entzündung der Schweiß- und Sekret-Drüsen der Augenlider GerstenKorn ("Wegschisser") Lat: Hordeolum Hagelkorn (Lat: Chalazion) Folge: Eiterungen, starke Schwellung und Schmerzen der Lider. Vorsicht: nicht manipulieren wegen der großen Gefahr der Thrombose: es besteht eine Gefäßverbindung von diesem Bereich aus zu den Blutgefäßen im Gehirn. Lebensgefährlich! Wie unsere Großmütter bereits wußten: Tabu für Manipulationen (Pressen, Reiben) sind die Gesichtsareale ab Oberkante Oberlippe in Richtung Stirn. Merke: - In jedem Fall den Arzt aufsuchen! Keine Selbsttherapie! - Operative Maßnahmen (Auskratzen mit einem scharfen Löffel) sind bei akutem entzündlichem Verlauf kontraindiziert bzw. erst dann möglich, völlige Reizfreiheit besteht. - Am besten den Eiter ohne nachzuhelfen auf dem „via naturalis“ abfließen lassen unter teilweise massiver antibiotischer und entzündungshemmender Therapie sowie permanenter Desinfektion. - Nach Möglichkeit keine Kamillenbäder! - Komplikationen: Lange Dauer der Entzündung Glossar ERKRANKUNGEN DER SCHLEIMHÄUTE (= BINDEHÄUTE ) DER AUGEN Durch bakterielle und/ oder viröse Erreger. Schmerzhaft Über die Therapie berät Sie Ihr Augenarzt. Glossar
ERBLINDUNG Lateinisch: AMAUROSE Definition: Als medizinisch blind gelten Menschen, die kein Licht bzw. die Richtung der Lichtquelle nicht mehr erkennen können. Als praktisch blind gelten Menschen, an deren Sehschärfe auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 beträgt. Eine Empfehlung:
Nützen Sie bei fortschreitender Sehverschlechterung rechtzeitig die Chance, die Blindenschrift zu erlernen. Eine Umschulung und Berufswechsel können in dieser Zeit noch leichter möglich sein, vor allem, wenn man noch jung ist. Viele vererbbare Augenkrankheiten verschlechtern das Sehvermögen nur sehr langsam. Die Angst vor dem Erblinden läßt sich leichter bewältigen, wenn man bereit ist, Entspannungstechniken zu erlernen. wenn einseitig und plötzlich: ein Notfall, der sofortige augenärztliche Hilfe erfordert! Symptomatik: Wenn ohne Rötung und Schmerzen die Sehkraft plötzlich zunehmend nachläßt und/oder ganz erloschen ist: sofort den Augenarzt ohne Zeitverlust aufsuchen, da vorliegen kann: - ein Netzhautarterien-Verschluß (Embolie) mit (schlagartigem Sehverlust) oder ein Netzhaut- Venen- Verschluß (THROMBOSE) -eine Netzhautablösung (Netzhautgefäßverletzung mit starker Einblutung im Auge) (Eventuell auch eine Glaskörperabhebung: subjektiv schiebt sich ein "rötlicher Vorhang" vor das Auge - eine Entzündung des Sehnerven (retrobulbär) ist ebenfalls möglich.
Erblindung:
Führt zu seelischem Schock oder der „seelischen Anästhesie“ mit der Urangst vor der Dunkelheit. Nach der Phase des Schocks folgt die Phase der Depression und das Hineinfallen in das Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
Partielle Blindheit ergibt ebenfalls große Probleme: es scheint für viele Betroffene schwieriger zu sein, sich an eine teilweise Blindheit zu gewöhnen als an den vollständigen Sehverlust.
Eine große seelische Hürde bedeutet die Trauerarbeit über den Sehverlust.
Beim Kind hebt die Blindheit mehr auf das erzieherische und soziale Problem ab, weniger auf das medizinische: Es hängt wesentlich von der Umwelt des blinden Kindes ab, sich später im Leben autonom zurecht zu finden und zu behaupten.
Es ist die Aufgabe des Arztes, die betroffenen Eltern und das Kind über sein zukünftiges Leben inklusive der Therapie- Möglichkeiten und angebotenen Hilfen zu informieren.
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