GeneralistAnaloge Bezeichnung für: - Allgemein–Mediziner oder - Facharztfür Allgemeinmedizin - Ein Netzwerker für den Augenpatienten und Augenarzt. - Siehe auch Hausarzt. Gesichtsfeld Definition: Wahrnehmbarer Teil des Raums bei einem oder beiden unbewegten Augen. Bestimmung: mittels Perimetrie (Perimeter). - Ausfälle des Gesichtsfeldes (GF) bei: Ø Glaukom (progedient und irreversibel) Ø Eklampsie (progedient und reversibel) Ø Retinopathia pigmentosa (progedient und irreversibel) Ø Retrobulbär-Neuritis (reversible) Ø Hornhaut- und Linsentrübung (Hornhaut-Narben oder Grauer Star) (irreversibel) Ø Netzhautablösung usw.(reversibel) Ø Altersbedingte Maculadegeneration AMD (bedingt reversible) Ø Psychogene Gesichtsfeldverluste (reversible) Ø u.a. - Prognose: Die Gesichtsfeldausfälle (Skotome) richten sich in ihrem Ausmaß individuell nach Verlauf und Schweregrad der Erkrankung, z.B. bei Glaukom sind damit einhergehende Verluste irreversibel: Der Kampf gegen das Glaukom ist gewonnen, wenn es gelingt, das Fortschreiten der zentralen und äußeren GF-Verluste zu stoppen und bzw. den vorgefundenen Zustand des GF vor weiterem Verfall zu bewahren. Glaukom=Grüner Star Der stille Dieb derLebensqualität. Was ist ein Glaukom? Im Inneren des Auges wird unentwegt eine farblose Flüssigkeit gebildet, das so genannte Kammerwasser. Es versorgt die Hornhaut und die Linse mit Nährstoffen. Üblicherweise wird verbrauchtes Kammerwasser über den so genannten Kammerwinkel wieder aus dem Auge abgeleitet. Ist dieser Abfluβweg jedoch verstopft, staut sich die Flüssigkeit und ruft einen erhöhten Innendruck hervor. Dadurch wird der Sehnerv gequetscht und allmählich zerstört. Mit fatalen Folgen: Durch die Schädigung kommt es zu einer fortschreitenden Einengung des Gesichtsfeldes- ein Gefühl, als würde man Scheuklappen tragen, die einen Teil der Umgebung verdecken. Allerdings merkt der Betroffene dies lange Zeit nicht, weil das zentrale Sehen oft noch über Jahre erhalten bleibt. Im Laufe der Zeit werden die Ausfälle jedoch immer größer, unbehandelt droht schließlich die Erblindung. Eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Diese Erkrankung hat mit dem Grauen Star nur den ähnlichen Namen gemeinsam. In den Industrieländern leiden ca. 67 Millionen Menschen an Glaukomen; diese sind die dritthäufigste Ursache für Erblindung und somit ein bedeutender ökonomischer Faktor. Der Grenzwert vom normalen Augeninnendruck zum Glaukom wird heute international bei 19mmHg angesehen. Achtung ab diesem Wert! Diagnostik-screening : Als Vorsorge-untersuchung (prävention): · Sehschärfenbestimmung mit und ohne Korrektur · Spaltlampe: Mikroskopische Untersuchung des Auges. · Kontaktglas-Untersuchung für die Darstellung der anatomischen Verhältnisse in den Augenabschnitten (Hornhaut, Vorderkammer, Linse, Netzhaut, Sehnerv und Kammerwinkel (Gonioskopie): - diese Untersuchung ist schmerzfrei nach Anästhesierung der Hornhaut (durch Tropfen) (s.u.) · Augendruckmessung (Tonometrie) in der Regel: mit dem Applamationstonometer. Diese Untersuchung reicht als alleinige Glaukom-Vorsorge nicht aus. · Gesichtsfeldsbestimmung (Perimetrie). Nur so läßt sich zuverlässig feststellen, wie stark das Sehvermögen eingeschränkt ist. · Beurteilung der Papille (Sehnervenkopf): Augenhintergrund-Kontrolle ist zwingend! · Tagesprofil des Augendruckes (mehrere Messungen über den Tag verteilt) um Augendruck-Spitzen besser erfassen zu können: der Augendruck ist permanenten Schwankungen unterworfen. - Über weitere evtl. individuelle und notwendige bzw. sinnvolle Diagnostik-Verfahren informiert Sie der Augenarzt. Symptome BEI AKUTEM GLAUKOM (GLAUKOM-ANFALL): · Kopfschmerzen (in Intensität wechselnd) bis zu "rasend starken" Schmerzqualitäten.
Tip: Bereits bei der 1. Konsultation, z.B. bei einer Brillenbestimmung, sollten die Risikofaktoren eines Glaukoms abgeklärt und evtl. eine Glaukom-Vorsorge-UntersUCHUNG (SCREENING) eingeleitet werden. Risikofaktoren für einen Glaukom-Schaden - Individuell subjektiv nicht entsprechender erhöhter Augeninnendruck. - Lebensalter ab Beginn des 4. Lebensjahrzentes. - Durchblutungsstörungen Hypo- oder Hypertonie. - Diabetes mellitus - Familienvorgeschichte (Erblichkeit/ Hereditär) ab den 35. Lebensjahr. - Fehlsichtigkeit (Hyperopie, Myopie)mit Änderungen der Augen-Anatomie. - Iritis (Regenbogen-Entzündung), z.B. bei Rheuma-Schub (Arthrose). - Augapfelprellung (Contusion). - Geschlecht (female): bei Frauen öfter als Normaldruckglaukom (!) vorkommend. - Rasse: (asiatische und afrikanische Patienten) zeigen häufiger ein Normaldruck-Glaukom als weiße bzw. dunkelhäutige Patienten. - Bei Patienten, die für eine längere Zeit Kortison einnehmen oder lokal am Auge anwenden. Hinweise auf ein Glaukom (Symptome):
Typen des Glaukoms (Grüner Star) 1. Primär Glaukom Ursache: Abflußstörung im Kammerwinkel (anatomisch bedingt)
Verlauf: häufig chronisch: „Glaucoma simplex“ mit weitem Kammerwinkel Über den Verlauf und die notwendige Therapie unterrichtet Sie der Augenarzt.
Das chronische Winkelblock- Glaukom (früher: Engwinkel- Glaukom oder Glaucoma chronicum congestivum) ist eine Mischform: Diese Glaukomform kann lange unbemerkt schleichend verlaufen wie ein "Glaucoma Simplex", bis urplötzlich der Kammerwinkel verlegt wird und der Glaukom-Anfall eintritt. Sehr gefährlich für den Glaukom- Kranken mit schlechter Prognose wird der Umstand, wenn nicht innerhalb von 20-30 Minuten nach Beginn des Glaukom- Anfalls ein Augenarzt oder Notarzt die Notfall- Therapie einleitet. 2. Sekundär-Glaukom Auslöser: intraokulare Entzündungen (z.B. Iritis mit oder ohne Rheuma- Schub oder Arthritis!) perforierende Verletzungen mit sekundären Infektionen des Auges Gefäßerkrankungen z.B. bei Diabetes mellitus. intraokulare Blutungen nach Verletzungen oder Gefäßeinrissen bei zu hohem Blutdruck. Tumore im Augeninneren angeborene Mißbildungen oder embryonale Entwicklungsstörungen im Auge usw. 3. Das angeborene Glaukom: Tip für Pädiater/Kinderarzt/Hausarzt: Glaukom im Kindesalter: Beruht auf einem autosomal-rezessiven Erbgang mit Fehlentwicklung bei der Anlage des Abflusskanals des Kammerwassers: Es tritt der Buphthalmus auf, von vielen Eltern als "reizend große Rehaugen" des Neugeborenen mißgedeutet. Dieses Bild ist neben Augentränen und Blendung ein wichtiges Symptom! Bei Verdacht: Sofort dem Augenarzt vorstellen. Ca. 1 von 10.000 Neugeboren ist von einem angeborenen Glaukom betroffen. Die Früherkennung ist extrem wichtig. 4. Das kindliche Glaukom Im weiteren Sinne ein angeborenes Glaukom, nur steigt der Augeninnendruck erst nach den ersten Lebensjahren merkbar an. Symptome: vergrößerte Augen, Blendung, Tränenfluß fehlen. Meist: Sehstörungen und Schielen. 5. Normaldruck-Glaukom Das Normaldruck- Glaukom ist eine besonders heimtückische Form, da die Augeninnendruckwerte häufig im Normbereich liegen und die Funktionseinbußen, wie z.B. zentrale und periphere Gesichtsfeldausfälle GF durch Schädigung des Sehnerven Monate- und jahrelang nicht subjektiv als Ausfallschäden des GF bemerkt werden: Begleitende leichte oder stärkere Kopfschmerzen werden meistens anderen Ursachen zugeordnet. Prävention bzw. Vorsorge durch den Patienten selbst z.B. bei Kopfschmerzen mit unklarer Ursache: bis zum 40. Lebensjahr mindestens einmal im Jahr die Papillen (Sehnerven) und den Augendruck überprüfen lassen (optimale Prävention: 2x im Jahr) ab dem 40. Lebensjahr in individuellen Abständen Gesichtsfelder kontrollieren lassen bei jeder Konsultation beim Augenarzt auch jedesmal den Augeninnendruck messen lassen. Ebenso das Farbensehen überprüfen lassen (oftmals bei Glaukom beeinträchtigt) bei erhöhtem Werten ein Tages-Profil des Augeninnendruckes vornehmen. Was ist dem Glaukom- Patienten erlaubt? Zwei Tassen Kaffe oder Tee täglich. Mäßiger Alkoholgenuß ist unschädlich und wirkt bei manchen Menschen sogar Augendrucksenkend. Was ist verboten? Das Rauchen! Unbedingt nachhaltig reduzieren bzw. völlig einzustellen versuchen! Auch kein Passiv- Rauchen ertragen bzw. zulassen! Hier sind die neuen Anti-Raucher-Gesetze in unserem Land ausdrücklich zu begrüßen. Vorbeugende Maßnahmen des Glaukom-Patienten zur Vermeidung eines Glaukom- Anfalls: Tip: Streben Sie einen regelmäßigen Tagesablauf an, möglichst ohne seelische Aufregungen. Vermeiden sie Streß - Situationen. Tragen Sie keine zu engen Hemd- Kragen. Falls Gesichtsausfälle bestehen, sollten Sie das Rauchen ganz aufgeben. Meiden Sie abgedunkelte Räume z.B. Kino, Theater, Fernsehen Sorgen Sie für eine Hintergrundausleuchtung (indirektes Licht). Tip: -Stellen Sie bei sich zu Hause stets eine helle Lichtquelle hinter Ihren Fernsehapparat auf (Indirektes Licht). -im Büro: hellen Fensterplatz anstreben und behalten! Lebensqualität: Die Diagnose "Glaukom" ängstigt und belastet den Menschen und kann eine Reihe von psychosomatischen Beschwerden und Erkrankungen nach sich ziehen. Eine Verbesserung der Lebensqualität läßt sich durch eine fundierte und gesicherte Therapie erreichen. Für den Glaukompatienten ist wichtig zu wissen, daß er selbst für seine gewünschte Lebensqualität verantwortlich ist. Des weiteren berät ihn individuell sein Augenarzt. Eine gute Zusammenarbeit (Compliance) des Patienten mit dem behandelnden Arzt läßt den Krankheitsverlauf stoppen und die Sehkraft erhalten. (Compliance) Früherkennung ist der erste Schritt zum Erhalt des Sehvermögens und des Gesichtsfeldes. Suchen Sie immer dann den Augenarzt ohne Zeitverlust auf, wenn Sie z.B. im Augenbereich Schmerzen haben, wenn z.B. eine Rötung der Bindehaut auftritt oder wenn Sie eine Veränderung der Sehfähigkeit feststellen. An später denken: Verlorene Sehkraft kann niemand zurückgeben. Tip: Optimale Therapie- Zugabe: jede Art von Sport und Bewegung, vor allem der Tanzsport. Sporteln und tanzen Sie sich gesund! Dauerhafte und regelmäßige Bewegung senkt den Augeninnendruck. THERAPIE: Medikamentös: Hier berät Sie der behandelnde Augenarzt /Augenchirurg individuell weiter. Der Behandlungserfolg hängt allerdings maßgeblich vom möglichst frühen Zeitpunkt der Diagnose sowie vom Beginn einer geeigneten Therapie ab. Untersuchungsintervalle für Früherkennung-Untersuchungen: Bei Patienten mit unauffälliger Befund: Bei 40-50 jährigen Patienten: Minimum alle 1-2 Jahre Bei 50-70 jährigen Patienten: Minimum einmal im Jahr optimal : zweimal im Jahr Über 70 jährigen Patienten: Minimum einmal im Halbjahr. Operativ: Laser und Operationstechniken: hierüber informiert Sie der erfahrene Augenarzt und Augenchirurg. Sollte eine Laser-Operation sinnvoll sein: Standorte dieser Laser-Geräte (Licht-Chirurgie) sind:Speziell auf Laser- Operationen (Chirurgie oculaire) ausgerichtete Augen- Praxen und Augenabteilungen, wie Belegärzte inKliniken oder Kliniken mit Augen- Fachabteilungen (Augenklinik). Der Eingriff ist in der Regel ambulant. Es ist lediglich eine Oberflächen-Anästhesie der Hornhaut erforderlich (durch Tropfen der Anästhesie-Lösung).
MERKE: Werte über 19mmHg (International bedeutsame Obergrenze der Norm) müssen regelmäßig kontrolliert werden! Sogar unter Umständen bei Werten unter 19mmHg, z.B. bei Normaldruckglaukom! Endphase des nicht behandelten Glaukoms: Atrophie des Sehnervens (Opticus-Atrophie): Der Sehnerv stirbt ab. Irreversibel. Der Mensch erblindet in individueller Schnelligkeit peu à peu. bzw. part à part. Auch wenn keine Augenbeschwerden spürbar sind, kann dennoch eine Glaukomerkrankung im Beginnstadium vorhanden sein (Normaldruckglaukom!). Unterziehen Sie sich mindestens ab Ihrem 40. Lebensjahr einer regelmäßigen Glaukom- Vorsorge.
Prävention: Faustregel: wenn die Nahsehfähigkeit nachläßt, ist meist auch der Zeitpunkt für den Beginn einer intensiven Glaukom- Vorsorge gegeben. JEDEN KANN ES TREFFEN: IM PRINZIP KANN JEDER AN GLAUKOM ERKRANKEN. Merke: Das Glaukom ist keine „Alters-Krankheit", lediglich im fortgeschrittenen Alter kommt es statistisch häufiger vor. Grauer Star Definition · Ein Grauer Star, die Ärzte nennen ihn "eine Katarakt", ist eine leichte bis massive Trübung der Augenlinse. · Diese Erkrankung hat mit dem Grüner Star (Glaukom) nur den ähnlichen Namen gemeinsam. Symptomatik lm Anfangsstadium: zunehmende Blendungsempfindlichkeit und Herabsetzung des Sehvermögens unter ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen. Eskann kein klares Bild mehr erkannt werden: ähnlich wie der Blick durch ein getrübtes Fenster, dessen Glas sich immer mehr eintrübt. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Sehfähigkeit auch unter guten Lichtverhältnissen stark herabgesetzt sein und die Beeinträchtigung des Sehvermögens kann subjektiv sehr unterschiedlich sein. Der eine Patient leidet physisch mehr darunter, der andere weniger. Die Lebensqualität verringert sich, z.B. Verlust des Führerscheins. Ursachen angeboren hereditär (relativ selten): Jugendlicher Grauer Star Verletzungen (Prellungen, Perforationen) durch Berufs- und Sport-Unfälle. schwere Entzündungen des Augeninnern (z.B. Iritis) Stoffwechselerkrankungen wie z. B. bei Diabetes mellitus. ein Alterungsprozess der Augenlinse: der Altersstar. Bei manchen Menschen ab dem 50. Lebensjahr vorkommend, normalerweise entsteht der Altersstar nach dem 60. Lebensjahr. Folgen: ln einem bereits sehr frühen Stadium verändert der Graue Star die optischen Eigenschaften (Sehfehler) des Auges. Hier hilft oftmals zunächst noch eine neue Brillenverordnung, wenn Sehverluste festgestellt werden. Weiterhin: Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Störungen in der Wahrnehmung von Farben. Bei fortgeschrittenem Star kann man das Sehvermögen des Patienten nicht mehr durch eine Brillenverordnung, verbessern: Hier hilft nur noch die Operation. Über das Wann und Wie berät Sie der erfahrene Augenarzt bzw. Augen- Operateur. Tip: Vor der Festlegung zu einer Operation soll und wird der Augenarzt definitiv überprüfen, ob durch eine aktuelle Messung der Sehfehler die Sehkraft nicht doch noch verbessert werden kann. Im positiven Fall läßt sich somit unter Umständen eine Operation auf unbestimmte Zeit verschieben. a) Die heute am meisten durchgeführte Operationsmethode ist die Implantation einer Kunstlinse. (Intraokularlinse IOL) b) Die Staroperation kann man in örtlicher Betäubung durchführen oder in Voll- Narkose. Die lokale d.h. örtliche Betäubung wird nicht in das Auge, sondern neben das Auge gesetzt. Die sich anschließende Operation ist völlig schmerzfrei. Die endgültige Entscheidung zur Implantation einer Kunstlinse fällt erst kurz vor der Operation; es können Umstände vorliegen, die für eine Implantation ungünstig sind. Voraussetzung zu einer Star-Operation ist jedoch, daß keine weiteren Erkrankungen des Auges (z.B. der Sehnerven, der Netzhaut usw.) vorliegen. Diese Veränderungen, speziell Durchblutungsstörungen der Netzhautmitte (AMD), sind bei sehr starken Linsentrübungen vor der Operation nicht zu erkennen. In diesen Fällen muß vom Operateur sorgfältig geprüft werden, ob die Netzhaut gesund ist (z.B. Reaktionsteste). Defekte der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) ergeben häufig eine Kontraindikation zur Katarakt- Operation. Hierüber berät Sie der erfahrene Augen-Operateur. Nach der Operation: Am Tag nach der Operation kann der Patient mit dem operierten Auge häufig schon besser sehen als vor der Operation. Eine strenge Bettruhe ist nach der Operation in den meisten Fällen nicht notwendig, doch entscheidet hierüber der behandelnde Arzt. Die meisten Patienten dürfen am Operationstag bereits aufstehen. Körperliche Anstrengungen, Bücken und Druck auf das operierte Auge sollen in den ersten Tagen nach der Operation strikt vermieden werden. Bei ambulanten Operationen ohne Komplikationen kann der Patient schon am gleichen Tag nach Hause gehen. Zu Hause kann der Patient seinen gewohnten häuslichen Verpflichtungen nachgehen, er sollte sich körperlich aber noch schonen: Der Operateur oder der operationserfahrene nachbetreuende Augenarzt werden während der ersten Tage und Wochen individuell notwendige Kontrolluntersuchungen durchführen. Wichtig ist die regelmäßige Anwendung der vom Operateur und weiterbetreuenden Augenarzt verordneten Medikamente, Tropfen und Salben je nach individueller Situation des Patienten. Wenn eine künstliche Linse (intraokulare Linse IOL) implantiert (eingepflanzt) worden ist, wird meistens noch eine schwache Brille notwendig sein zur Feinkorrektur für die Ferne und Nähe. Diese „endgültige“ Brille kann etwa 6 bis 8 Wochen nach Abschluß des Heilprozesses verordnet werden. Insgesamt gilt dann, gleich mit welcher Art von Sehhilfe, daß erst ca. 6 - 8 Wochen nach der Operation subjektiv am besten gesehen werden kann. Kann aus medizinischen Gründen eine künstliche Linse nicht implantiert werden, so kann dem Patienten später eine Starbrille oder eine Kontaktlinse angepaßt werden. Hierüber berät Sie der Operateur oder der operationserfahrene nachbetreuende Augenarzt. Wichtig ist bei Diabetikern oder AMD-Patienten, daß zum Zeitpunkt der geplante Star- Operation an der Netzhaut keine Blutungen in der „Stelle des schärfsten Sehens" (Macula) vorhanden sind. Erst bei Rückbildung dieser Blutungen wird die Sehleistung besser. Hierüber berät der Augenoperateur oder operationserfahrene Augenarzt den Patienten bereits vor der Operation. Unter diesen Umständen führt eine Star-Operation vorerst nicht zum gewünschten Erfolg. Komplikationen sind während oder kurz nach der Operation selten; sie können in den meisten Fällen beherrscht werden. Als späte Komplikationen kennt man den sogenannten Nachstar, der eine erneute Operation notwendig machen kann, z.B. die Anwendung eines speziellen Lasers. --> Hierzu berät Sie der Augen- Chirurg oder Ihr operationserfahrener Augenarzt. RISIKO BEI DEN OPERATIONEN DES GRAUEN STARS: expulsive Blutungen können während der Operation auftreten; sie sind sehr selten, nicht voraussehbar und schwer beherrschbar. Infektionen oder Reaktionen nach Staroperationen, auch im Zusammenhang mit der Linseneinpflanzung, sind zu beobachten (in wenigen Fällen) und können das Sehvermögen nach der Operation gefährden. Auszüge aus meiner Patienten-Information Copyright © 1995, Dr. Horst KREMERS Gynäkologe Facharzt/ -ärztin für Frauen und Geburtshilfe. Er /sie ist ebenfalls ein Netzwerker und unverzichtbarer Ansprechpartner für den Augenarzt. Durch Entzündungsherde im Eierstock, Eileiter, Uterus, Blase usw., kann es als Komplikation zur lokalen Entzündung der Iris (Iritis) kommen. In diesen Fällen wird die Patientin zur Abklärung einer Entzündung im Auge dem Augenarzt vorgestellt. Bei Schwangeren kann ein erhöhter Blutdruck zur Eklampsie führen, die erhebliche Sehbeschwerden auslösen können. Auch hier ist eine Vorstellung beim Augenarzt zu empfehlen. Siehe unter >> E. |