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    Trockenes Auge                              

 Conjunctivitis sicca – Eine Volkskrankheit!                                                                                               

·         Ursachen:

-          Mangelnde Produktion von Tränenflüssigkeit.

-          Erkrankung der Tränendrüsen.

-          Entfernung der Tränendrüse z.B. wegen eines bösartigen Tumors

-          Störungen beim Hormonhaushalt – überwiegend bei Frauen usw. 

·         Vorkommen:

Besonders häufig im Winter.

In Deutschland: zirka 12 Millionen Augenpatienten leiden an trockenen Augen.

Allgemein in Europa: jeder 7. Mensch hat mit diesem Problem zu kämpfen.

Wichtig: regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind allgemein notwendig; besonders zeitlich engmaschig muß die Hornhaut betreut werden.

 

·         Symptome:

-         Brennen der Augen

-         Massives Tränen

-         Mittel bis stark gerötete Augen

-         Sandkorn bzw. Fremdkörpergefühl 

Ohne sachgerechte ärztliche Betreuung treten im Extremfall Dauerschäden auf, die bis zum Verlust des Sehvermögens führen können!

 ·         Ursachen des Krankheitsbildes:

-          warme, trockene Heizungsluft

-          klimatisierten Büros und Autos, Busse, Bahnen Flugzeugkabinen usw.

-          Computerarbeit (verminderter Lidschlag während dieser Tätigkeit)

-          Zigarettenrauch (aktives und passives Rauchen)

-          Sauerstoffarme Luft in Bistros, Bars; Großraumbüros usw. 

Merke:

Ein permanenter, stabiler Tränenfilm ist unbedingt notwendig, um das Auge zu schützen vor Fremdkörpern (z.B. Staub), Bakterien und Viren.

·         Folgen:

-         bei gestörtem Tränenfilm: mangelnde Sauerstoff- Versorgung der Hornhaut.

-         Gefahr der chronischen Bindehaut- Reizung=  ständig trockene Bindehaut (Conjunctivitis sicca) mit permanenten Beschwerden. 

Tip: Keine Selbst-Therapie: Vorsicht!

Viele Menschen sparen nach Angaben der Mediziner den Gang zum Augenarzt und greifen stattdessen zu sog. Weißmachern in der Apotheke und Drogerien. Leider werden durch dieses Verhalten nur die Symptome, aber nicht die Ursache beseitigt. Tatsächlich verschwindet die Rötung des Auges für wenige Stunden, tritt dann aber wieder verstärkt auf. Dadurch wird das Leiden nur verstärkt. Grund: manche Weißmacher können in u.U. Substanzen enthalten, die die Hornhaut weiter austrocknen, statt sie dauerhaft zu befeuchten.

 

·         Risiko:

nachhaltige und bleibende Schädigung des Tränenfilmes.

 

·         Folgen:

Chronische therapieresistente Reizungen bis Entzündungen der Bindehaut, schlimmstenfalls Geschwüre der Hornhaut, die unter Umständen auch zur Erblindung führen können.

 

·         Prävention/ Vorsorge/ Prophylaxe:

Untersuchung durch den Augenarzt mittels eines Bio- Mikroskopes (Spaltlampe) und Erkennen der für diese Krankheit typischen Veränderungen von Binde- und Hornhaut.

 

·         Therapie: bei der Auswahl der Medikamente berät Sie individuell Ihr behandelnder Augenarzt u.a. über

-          permanente täglich mehrfache Anwendung der Augentropfen auf Wochen oder Monate hinaus.

-          dauerhafte Anwendung bei chronisch trockenem Auge mehrmals am Tage.

-          vermeiden von sauerstoffarmen und verqualmten Räumlichkeiten (Rauchen, Passiv-Rauchen)

-          viel frische kühle Luft (Spaziergänge). Gerade in der kühlen Luft gehen die Beschwerden am deutlichsten zurück.

-          sehr wirkungsvoll: Rauchverbot in Büros, öffentlichen Verkehrsmitteln und Gemeinschaftsräumen (Gaststätten, Hotel, Bistros, Theater usw.

Auch auf deren Terrassen!

-          Denken Sie an Ihre Kinder und an alle Passivraucher!

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