Oktober: Angst beim Augenkranken


Psychologische Aspekte des Glaukoms („Grüner Star“)

Verschiedene Studien beschäftigen sich mit der Psyche von Glaukom - Patienten:
Hier wird die Erkenntnis gewonnen, daß Angstzustände einen Faktor der Augeninnendruck - Erhöhung darstellen.

Der mit Glaukom- Patienten erfahrene Augenarzt kommt bei Diagnose und Therapie nicht umhin, das emotionale Umfeld des Patienten und das Ausmaß mit in seine Betreuung einzubeziehen. Viele Untersucher kommen zu dem Ergebnis, daß der Glaukom- Kranke eine spezifische Persönlichkeitsstruktur hat.

Merke:

Ein statistisch untermauerter Zusammenhang zwischen akuten emotionalen Belastungen und hohen Augeninnendruck-Werten mit/ohne Glaukom-Anfall ist gegeben.

Der Stress (Eustreß, Distreß) führt auf Dauer zur Erhöhungen des Augeninnendruckes (Glaukom). Das kommt auch bei Nicht-Glaukomkranken vor. Umso prekärer wirkt der Stress auf die Glaukomkranken selbst. Bei chronischer Belastung durch Stress kommt es zu einer Schwächung der Immunkompetenz und somit auch zu entzündlichen Erkrankungen des Auges, besonders auch des Augeninnern (z.B. Regenbogenhautentzündung (Iritis).

Psychische Belastungen treten häufig auch als Folge von Augenerkrankungen unter notwendigen medikamentöser Therapien oder vorgesehenen oder bereits durchgeführten Augenoperation auf.

Besonders die Angst zu erblinden spielt eine große Rolle. Die Art und Weise, wie der Patient die krankheitsbedingte psychische Beschwerden und Ängste bewältigt, kann den Verlauf der Erkrankung negativ oder positiv steuern.

Die Mitarbeit (Compliance) eines Patienten hängt erheblich davon ab, wie er mit seiner Angst umgeht und den daraus entstehenden Stressfolgen widersteht. Es läßt sich deutlich machen, wie mögliche psychosomatische und somatopsychische Wechselbeziehungen am und im Auge wirken können.

                                                                                                          >>Psychosomatik und Auge

 

Auszüge aus Kaluza G., Strempel I., „Autogenes Training in der Augenheilkunde, dargestellt am Beispiel des Glaukoms“, Kaden, Heidelberg, 1994.

Autogenes Training in der Augenheilkunde wird zukünftig ein „Thema des Monats“ sein. Wir bitten um Geduld und danken für Ihr Verständnis. 

Sollten Sie bereits Interesse an dieser Thematik haben, schreiben Sie mich bitte an (e-Mail: dr.horst.kremers@pt.lu).